Swingender Blues in der Kulturfabrik
G.M. & The Bluesbusters begeisterten im NUTSmit Sound aus einem Guss.
Es wurde langsam wirklich Zeit: Nach sieben Jahren durfte endlich mal eine richtige Bluesband in der Kulturfabrik NUTS in Traunstein spielen. Die Besucher hatten ihr Eintrittsgeld sicher gut angelegt, denn das Chiemgauer Quintett »G.M. & The Bluesbusters« präsentierte ihre zweite CD »Feeling Good« mit viel Drive und Harmonie.
Leader Georg Meier (alias G. M.) zeigte an seinen beiden Gitarren außergewöhnliche spielerische Fähigkeiten, ob bluesig, rockig oder mit dem typischen Swingsound der 50er Jahre. Dies hörten die Besucher im Besonderen, als er solistisch bei »Midnight Cannonball«, überraschenderweise in die berühmten Akkorde von »Der dritte Mann« wechselte.
Die Band begeisterte ihre Fans mit einem kompakten Sound aus einem Guss, jedes Break, jeder Schlussakkord war perfekt. Dafür sorgte hauptsächlich die eingespielte Rhythmusgruppe um Peter Janotta am Schlagzeug und Christian von Le Suire am Bass.
Arno Wahler's Hände flitzten gekonnt über die weißen Tasten des Keyboards.
Ein Farbtupfer, nicht nur wegen seiner giftgrünen E-Gitarre, ist Bernd Schmid. Er ist in dieser Band für die Arrangements des Saxofons verantwortlich. Als Leiter der Bad Aiblinger Big Band hat er da ja genug Erfahrung. Er spielt ein angenehmes, vielseitiges Saxofon, aber wenn er zu Gitarre greift und von John Lee Hooker »Boom Boom Boom« interpretiert, ist er kaum wieder zu erkennen. Da staunen sogar seine Mitmusiker, wenn er mit vollem Sound ein grandioses Solo aus den Saiten seiner Gitarre zaubert.
Das Repertoire dieser Band erstreckt sich über die verschiedensten Musikrichtungen. Zu hören bekommt man einen flotten Country Rock mit »Honky Tonk Night Time Man« genauso wie den Rock 'n' Roll Klassiker »Nadine« von Chuck Berry. Aber auch ein Boogie Woogie (»Arnos Boogie«) und ein gefühlvoller Blues (»How Long Baby«) wird einem dargeboten. Viele Songs stammen mittlerweile auch aus der eigenen Feder von Georg Meier wie das hitverdächtige und melodiöse »Brenda Lee«.
Nachdem dieses Blues Konzert bei den Zuhörern so gut angekommen ist, wird man G.M. & The Bluesbusters sicher wieder einmal in der Kulturfabrik bewundern können.
Alex Welte
